Dyson 360 Eye - Testbericht und Erfahrungen

dyson 360 eye test

Der Dyson 360 Eye Saugroboter – Von einem anderen Stern? 

Wer Filme wie Star Wars oder Star Trek kennt, ist mit sich selbst steuernden und teilweise selbst denkenden Robotern vertraut. Sie erkennen Hindernisse bevor sie zum Problem werden, entwickeln eigene Lernstrategien und helfen ihren Besitzern in diversen Bereichen des täglichen Lebens. Die Firma Dyson kommt diesen aus fernen Galaxien stammenden Maschinen mit dem Dyson 360 Eye Saugroboter erstaunlich nahe.

Dabei stößt die Firma Dyson nach langer  Entwicklungszeit nun endlich in einen Markt vor, welcher für viele Haushalte bestenfalls als Alternative wahrgenommen worden ist, weisen die auf dem Markt erhältlichen Modelle doch vielfältige Mängel auf. Zahlreich lesen sich Produktrezensionen als Geschichten über zerbrochene Gegenstände verursacht durch wild herumirrende Roboter, welche sprichwörtlich mit dem Kopf durch die Wand wollen.

 

Auch werden Saugkraft und Effektivität in vielen Fällen dem hohen Anschaffungspreis gegenübergestellt. Im Folgenden soll es daher um die genaue Analyse eines Roboters gehen, welcher viele dieser Probleme seiner Artgenossen aufgegriffen hat und diese durch überlegene Technik zu lösen versucht.

Dyson Saugroboter die Technik dahinter

dyson 360 eye testbericht

Liest man die Produktdetails so wird man von der geballten Kraft des Dyson Motor V2, der Radial Root Cyclone Technology und der innovativen Gummikettenräder regelrecht umgeweht oder überfahren.  Fakt ist, der Roboter weist eine enorme Saugkraft dank des energieeffizienten und digital gesteuerten Dyson Motor V2 auf. Die erzeugte Kraft wird nicht wie bei herkömmlichen Saugrobotern über Räder, sondern über Raupenketten übertragen. 

 

Er besitzt eine sich über die komplette Breite des Saugroboters ausdehnende Rollenbürste, welche auf zusätzliche Seitenbürsten verzichtet. Diese besteht aus einer Mischung aus Nylonbürsten und Carbon Fasern und weist daher eine enorme Widerstandsfestigkeit aus. Dabei dienen die steifen Nylonbürsten zur Reinigung von Teppichoberflächen, wohingegen die Carbon Fasern Hartböden von Feinstaub befreien.

 

Der Dyson 360 Eye besitzt eine 360 Grad Kamera

Eine der wichtigsten Fragen bezüglich eines selbststeuernden und damit stoß- und schadenanfälligen Saugroboter ist seine Orientierungsfähigkeit. Der Dyson 360 Eye, wie der Name “Auge” schon andeutet, besitzt eine innovative 360 Grad Kamera, welche in der Lage ist, pro Sekunde 30 Bilder zu analysieren. Somit ist er uns Menschen weit überlegen, analysiert er doch alle Winkel des Raumes zu jedem Zeitpunkt (zumindest solange die Batterie geladen ist, aber dazu später).

 

Die Kamera in Verbindung mit Infrarotsensoren steuert den Roboter durch die wissenschaftliche Kraft der Triangulation und verhindert somit in den meisten Fällen Kollisionen und Diskussionen. Der Dyson beginnt vorprogrammiert den Reinigungsvorgang in der Mitte des Raumes und bewegt sich danach effizient in spiralförmiger Art und Weise bis in die Ecken des Raumes.

Wielange hält der Akku?

Dabei liefert der Lithium-Ionen-Akku Energie für 30-60 Minuten Einsatzzeit. Ist der Akku leer, kehrt der Dyson selbstständig zu seiner futuristischen, aus Glas bestehenden Ladestation zurück, wo er in maximal zwei Stunden seinen vollen Akkustand erreicht. 

 

Der Dyson 360 Eye besitzt eine eigene App

dyson 360 eye

Ein weiteres Problem, welches die Annehmlichkeit eines automatisierten Saugvorganges beeinträchtigte, war die Tatsache, dass der Roboter immer dann seinen Reinigungszyklus startete, wenn Freunde zu Besuch waren oder die Lieblingsserie im Fernsehen lief. Hierfür haben die mehr als 2000 weltweit operierenden Ingenieure eine Lösung gefunden, welche dem digitalen Zeitalter entsprungen ist: eine mobile Applikation.

 

Diese beinhaltet nicht nur ein digitales Handbuch oder Update Center, sondern ist ein essentielles Tool um mit seinem lieben kleinen Helferlein unterwegs oder sogar aus dem Urlaub zu kommunizieren. Die Software ermöglicht tägliche oder turnusmäßige Reinigungsvorgänge, welche man mit seinen täglichen Plänen, wie zum Beispiel die Lieblingssendung völlig ungestört genießen zu wollen, abstimmen kann.

Technische Details vom Saugroboter

Es lohnt sich auf jeden Fall, auf weitere technische Details wie das Bürstensystem und die Saugkraft im Detail einzugehen. Die Firma Dyson wirbt in Ihren Werbesendungen mit dem Slogan “Der Staubsauger ohne Saugkraftverlust”. Dank des bereits erwähnten digitalen Motor V2 wird der Dyson 360 Eye mit einer sehr guten Saugkraft dem Slogan gerecht. Der kleine Motor erzeugt 78000 Umdrehungen pro Sekunde, wodurch Staubkörner bis zu 0,5 Mikrometer im Luftstrom eingezogen werden.

 

Dieser wird im Folgenden durch die Radial Root Cyclone Technologie gereinigt, wobei auch kleinste Partikel wie lästige Pollen, Schmutz oder Milben im Filter hängen bleiben. Somit ist der Dyson zusätzlich Allergiker freundlich. Der gefilterte Schmutz wird in einem 0,4 Liter großen Behälter aufgefangen, welcher benutzerfreundlich entnommen, entleert und erneut eingesetzt werden kann.

 

Bezüglich der Fortbewegung unterscheidet sich der Dyson kaum von einem herkömmlichen Panzer, wobei er anders als sein Artgenosse nur 2,4 kg auf die Waage bringt. Dabei ist ein Gummi über Rollen gespannt, welche voneinander unabhängig bewegbar sind. Kleine Anhöhen wie Teppichkanten oder Türschwellen sind damit kein Hindernis, da die Gummirollen eine große, gut greifende Oberfläche besitzen.

 

Ein Stufenlaufband hat bewiesen, dass der Dyson deutlich mehr kann als nur Ihre Wohnung zu reinigen. Mit über 1000 Kilometern zurückgelegter Strecke in 1000 Stunden, beweist er wahre Marathonqualitäten.

Vor und Nachteile des Roboter

dyson 360 eye

Nun fragt man sich, ob das Gerät überhaupt Nachteile besitzt. Die Antwort lautet: Natürlich. Zum Einen, weist das Gerät einen relativ hohen Lautstärkepegel auf. Dieses Problem lässt sich allerdings in der Praxis leicht beheben, da man den Roboter per mobiler Anwendung zu Zeiten starten lassen kann, in denen man nicht zu Hause ist.

 

Weiterhin kann man per Klick in der mobilen Anwendung den Roboter in seine Ladestation zurückbeordern.  Der Motor und die Raupenketten in Kombination, minimieren die Gefahr des Steckenbleibens. Trotz allem besteht die Möglichkeit, dass sich das Gerät festfährt und somit der erwünschte Saugerfolg ausbleibt.

 

Ein weiteres Problem ist die fehlende Seitenbürste. Diese könnte weitere Staubkörner an den Seitenrändern aufnehmen.  Laut Hersteller wird das Fehlen durch maximale, zentralisierte Saugkraft ausgeglichen. In der Praxis erweist sich dies allerdings schwieriger als gedacht. Der Dyson 360 Eye wird ohne Stoßdämpfer ausgeliefert. Somit ist der Roboter im Falle einer Kollision ungeschützt. Um den Dyson einen unschönen Tod zu ersparen, wurde die 360 Grad Kamera in Extremsituationen, wie Dunkelheit oder in Räumen, welche Glastüren besitzen, getestet.

 

Somit sollte diese, zusammen mit der Raumanalyse, in der Lage sein, Kollisionen zu vermeiden und somit einen Totalschaden zu vermeiden. Mit einer Höhe von 15cm ist der Dyson höher als vergleichbare Roboter. Die Höhe könnte insbesondere bei Tiefen Bettkanten oder Sofas ein definitiv unüberwindbares Hindernis darstellen. Somit sollte man seine Wohnung roboterfreundlich gestalten, um in den Genuss einer Reinigung zu gelangen.

 

Wie in den meisten Fällen ist der Preis in der Kategorie der Nachteile anzuführen. Mit über 900€ steht er in den europäischen Ladenregalen. Dieser wird vor allem durch den Ruf der international und technologisch fortschrittlichen Reputation der Firma Dyson, sowie die mehrere Millionen umfassenden Entwicklungskosten begründet.

Fazit und Erfahrungen mit dem Dyson Staubsauger

Zusammenfassend kann man folgendes Fazit treffen im Dyson 360 Eye Testbericht:

 

Der Dyson 360 Eye lässt das Herz der digitalen Welt definitiv höher schlagen, bietet er mit einer mobilen Anwendungen viele Möglichkeiten seinen Wohnbereich vom Staub zu befreien ohne dafür physisch anwesend zu sein oder einen Besen in die Hand zu nehmen.

 

Dabei weist der Dyson 360 Eye eine hochklassige Verarbeitung und ein futuristisches Design auf, welches dem Ambiente nicht zum Nachteil gereicht. Technisch besticht er mit einem leistungsstarken Motor, der allerdings etwas laut ist, und einer Allergiker freundlichen Luftreinigungstechnik und der hochintelligenten 360 Grad Kamera, welche nicht nur dem Roboter seine Namen, sondern überhaupt sein Herz verleiht.

 

Auch für bisherige Roboter zum größten Teil unüberwindbare Ecken und Kanten sind dank des neuen Antriebs kein Problem mehr. Die beschriebenen Nachteile sind berechtigt. Daher muss jeder potentielle Kunde selbst entscheiden, ob das angebotene Preis-Leistungsverhältnis gerechtfertigt ist oder ob der wöchentliche Griff zum Besen den gleichen Effekt bewirkt.

 

Auf jeden Fall stellt der Dyson 360 Eye eine Entwicklung in Richtung einer vollautomatisierten Welt dar, in der selbst denkende Roboter keine Seltenheit mehr sind, welche dem Menschen zum Wohle gereichen oder ihn in den Wahnsinn treiben kann. Beide Fälle haben wir alle definitiv bereits erlebt.

 

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Markus (Mittwoch, 21 September 2016 23:55)

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich werde mir diesen Roboter Staubsauger auf jedenfall kaufen.