Was sind Wildkameras?

wildkamera

Eine Wildkamera ist eine autark funktionierende Fotokamera, die hauptsächlich zur Überwachung von Freiflächen, Wäldern oder Terrassen verwendet wird. Eine Wildkamera ist in der Regel in einem wetterfesten und getarnten Gehäuse installiert und wird mittels Riemen, seltener auch durch Schrauben, an Bäumen, Ästen oder ähnlichem installiert. 

Für die dauerhafte Funktionsfähigkeit verfügen Wildkameras über ausreichend Akkukapazität. Wechselbare Speicher (zumeist SD-Karten) können je nach Funktionsumfang sowohl hochauflösende Bilder als auch Videos speichern. Die Daten werden an handelsüblichen Rechnern ausgelesen. Die meisten Wildkameras verfügen über Infrarot-Sensoren, die einen Betrieb auch in absoluter Dunkelheit ermöglichen.

 

Diese Sensoren sind so ausgelegt, dass die Kamera erst dann aktiviert wird, wenn sich ein bewegendes Objekt im Bereich des Sensors befindet. Damit nicht jede Bewegung sofort eine Auslösung der Kamera verursacht, arbeiten die meisten Wildkameras mit einem Wärmesensor.

 

Es gibt viele verschiedene Kameras für unterschiedliche Verwendungszwecke, in diesem Wildkamera Test sieht man einige Beispiele wie und wo solch eine Fotofalle aufgestellt werden kann.

Wie wird eine Wildkamera verwendet?

Eine Wildkamera wird zumeist leicht erhöht (ungefähr 100 cm vom Boden entfernt) aufgestellt. Die einfachste und zugleich effektivste Form der Befestigung erfolgt mittels eines robusten Riemens rund um einen Baumstamm. Wildkameras in Tarnoptik sind hier nahezu unsichtbar – dies ist immer dann von Belang, wenn Tiere ohne Beeinträchtigung der natürlichen Lebensweise beobachtet werden sollen.

 

Nach erfolgreicher Befestigung werden direkt an der Kamera die Empfindlichkeit des Sensors und die gewünschte Art der Aufnahme (Foto/Video) eingestellt. Fortan arbeitet eine Wildkamera vollkommen autonom. Nach gewisser Zeit kann die Speicherkarte aus der Kamera entnommen und die Daten am heimischen PC betrachtet werden. 

Wozu werden Wildkameras eingesetzt?

Ursprünglich dienten Wildkameras vor allem Jägern und Förstern zur Überwachung der Reviere. Ohne Eingriff in die Natur können mit den Kameras der Wildbestand, Brutverhalten oder Auffälligkeiten in den Verhaltensweisen dokumentiert und nachgewiesen werden. Mit einhergehendem Preisverfall für Wildkameras – gute Geräte sind mittlerweile für unter hundert Euro erhältlich – sind die Kameras auch in Privathaushalten immer beliebter geworden.

 

Durch die Zugänglichkeit und die einfache Installation erfreuen sich Wildkameras auch bei Gartenbesitzern größter Beliebtheit. Für Naturliebhaber kann es immens interessant sein, die Tierwelt im heimischen Garten zu beobachten. Auch Kindern kann so auf interessante Art und Weise die Natur näher gebracht werden.

 

Ein weiterer Verwendungszweck der Wildkameras liegt in der Überwachung des eigenen Grundstücks. Da die Einbruchszahlen trotz gegenteiliger Beteuerungen der Politik jährlich zunehmen, fühlen sich viele Hausbesitzer nicht mehr sicher – und rüsten auf. Eine gut versteckte Wildkamera kann zwar keine Einbrüche verhindern, diese jedoch immerhin gerichtsfest dokumentieren. Auch abgelegene Gartengrundstücke oder Firmengelände lassen sich durch den Einsatz einer oder mehrerer Wildkameras leicht überwachen. 

Was ist bei Wildkameras zu beachten?

Vor dem Kauf einer Wildkamera ist auf jeden Fall das Angebot zu sondieren. Neben günstigen Wildkameras, die tatsächlich ihr Geld wert sind, wird der Markt aktuell leider mit Geräten überschwemmt, die zwar ein schickes Gehäuse besitzen – die Technik im Inneren aber zu wünschen übrig lässt. Neben einem hochwertigen Sensor ist es vor allem das verwendete Objektiv, was eine gute Kamera von einer schlechten unterscheidet.

 

Überempfindliche oder nicht einstellbare Sensoren sorgen schnell für Frust – denn sie lassen die Kamera bei jeder kleinsten Bewegung auslösen. Und hunderte Bilder von sich im Wind schwingenden Ästen ist nun wirklich alles, aber nicht spannend. Mangelhafte Objektive hingegen sorgen für körnige, schlecht ausgeleuchtete und streifige Bilder.

 

Vor dem Kauf sollte auch drauf geachtet werden, dass die Wildkamera möglichst lange mit einer Akkuladung betrieben werden kann – außer, man möchte täglich einen Batteriewechsel durchführen. Dass das Gehäuse einer Wildkamera wasserfest sein muss, versteht sich von selbst. Ansonsten ist der erste Einsatz der neuen Kamera in der Natur höchstwahrscheinlich auch der letzte.

 

Gute Wildkameras müssen nicht teuer sein. Wer sich vor dem Kauf gründlich informiert, der erhält für knapp 100 Euro ein perfektes Instrument, um Einblicke in Flora und Fauna zu erlangen, die ohne eine Wildkamera in der Form nicht möglich wären.

 

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