Welche Grilltypen und -arten es gibt bzw. wie beim Grillen gespart werden kann

grilltypen

Oft sind es die Männer, die Feuer und Flamme für das Grillen sind. Auch wenn viele davon nicht allzu oft in der Küche anzutreffen sind, sind sie es meist, die sich verantwortlich für das Anheizen des Grills im Garten oder auf dem Balkon sind. Wahrscheinlich liegt dies in ureigenen maskulinen Instinkten begründet. Dennoch unterscheiden sich die verwendeten Grills und die Zubereitung der Speisen oft recht deutlich.

Kohlegrill

Bei der Verwendung eines Kohlegrills wird neben Holzkohle, Buchenholz oder Briketts auch ein Grillanzünder benötigt. Dieser kann entweder eine Kombination aus Papier und Holzspänen, ein käuflich erworbener Anzünder oder auch ein Bunsenbrenner sein. Keinesfalls sollte auf Benzin oder Spiritus zurückgegriffen werden so die Grill Experten von Kamdi24. Die Vorteile des Kohlegrills sind, dass er für das beim Grillen typische Raucharoma sorgt, relativ günstig in der Anschaffung ist und mehr oder weniger überall eingesetzt werden kann.

 

Bei den verschiedenen Arten von Kohlegrills wird zwischen Schwenkgrill, Kaminzuggrill und Kugelgrill unterschieden.

Schwenkgrill

Ein Schwenkgrill eignet sich besonders dann, wenn für viele Menschen gleichzeitig gegrillt werden soll. Daher findet er vorwiegend bei diversen Festen wie Geburtstagspartys, Familienfeten oder Sportfeiern Anwendung. Er besteht aus einem Rost, der an einer pyramidenförmigen Metallkonstruktion hängt und einem Kettenzug, mit dem der Abstand zwischen der Feuerstelle unter dem Rost und dem Grillgut eingestellt werden kann. Der Kohlekasten kann entweder mit dem Grill zusammengekauft, separat erworben oder selbst zusammengestellt werden.

 

Da mit dem Schwenkgrill meist große Mengen gegrillt werden, eignet sich besonders der Einsatz von Buchenholz. Der große Vorteil dieses Grilltyps ist seine Unverwüstlichkeit und der ausreichend vorhandene Platz für Fleisch und Würstchen.

 

Kaminzuggrill

Ein Kaminzuggrill besitzt einen Kaminzug, der vom Kohlekasten bis zum unteren Ende des Grills reicht. Er besitzt eine kleine Klappe, mit Hilfe derer die Menge an eintretender Luft und somit die Hitze des Grills geregelt werden kann. Eine der Stärken des Kaminzuggrills ist seine Robustheit, die dafür sorgt, dass er zuverlässig ist und nicht leicht kaputt geht.


Kugelgrill

Wie der Name schon sagt, hat der Kugelgrill in geschlossenem Zustand die Form einer Kugel. Dies bedeutet, dass sobald der Kohlekasten mit der Abdeckung zugemacht wird, das Anheizen der Kohle etwas dauern kann. Im Gegensatz zum Kaminzuggrill verfügt er über keinerlei Kaminzug, sondern lediglich über kleine Öffnungen im Deckel. Der Vorteil ist aber, dass sich die Hitze im Inneren des Grills gleichmäßiger verteilt und das Fleisch von allen Seiten gebraten wird. Der Kugelgrill sollte vor Kälte- und Feuchtigkeitseinflüssen geschützt werden, um zu gewährleisten, dass er seine Robustheit behält.

 

Elektrogrill

Der Elektrogrill wird mit Strom betrieben, was bedeutet, dass er mit einer Steckdose verbunden werden muss. Ähnlich einem Backofen kann die Temperatur mit einem Regler eingestellt werden. Auch wenn er klarerweise nicht das klassische Grillfeeling mit Feuer und Rauch bieten kann, ist er oftmals eine gute Alternative. Insbesondere dann, wenn aufgrund von Mietbedingungen oder Brandschutzgründen die Verwendung eines Kohle- bzw. Gasgrills untersagt ist. Da der Elektrogrill auf den Kasten für die Kohle verzichtet, ist er häufig als Tischgrill zu finden. Er verfügt wahlweise über einen Rost oder eine Grillplatte. Die Vorteile des Elektrogrills sind die kurze Anheizzeit, die Möglichkeit zur Einstellung der gewünschten Temperatur, der fehlende Rauch und seine Kompaktheit.

 

Gasgrill

Im Gegensatz zum Kohlegrill erfolgt die Hitzezufuhr beim Gasgrill nicht mittels Kohle sondern durch Gas. Dessen Anschaffung ist etwas teurer, dafür kann eine Gasflasche für mehrere Grillfeiern verwendet werden. Zusätzlich ist der Grasgrill einfacher zu reinigen und erlaubt - ähnlich wie der Elektrogrill - die exakte Einstellung der gewünschten Temperatur. Zusätzlich entfällt die Beseitigung der Asche bzw. die Suche nach einer nahegelegenen Steckdose. Es zeigt sich also, dass der Gasgrill die Vorteile der beiden anderen Grilltypen vereint.

 

Eine besondere Ausführung des Gasgrills ist der Lavagrill, bei dem nicht der Grillrost, sondern sich darunter befindliche Lavasteine erhitzt werden. Diese ähneln der klassischen Kohle, entwickeln aber keinen Rauch. Zusätzlich kann das Grillgut unter Zuhilfenahme der Lavasteine mit Kräutern und Gewürzen aromatisiert werden.

 

Smoker

Ein Smoker gehört nicht nur aufgrund der Preisklasse zu den Top-Grilltypen. Er eignet sich neben dem Grillen auch zum Kochen, Backen oder Räuchern. Im Gegensatz zu den bisher erwähnten Grills besteht beim Smoker kein direkter Kontakt zwischen dem Grillgut und der Glut. Dies wird durch eine entsprechende Bauweise gewährleistet, die aufgrund eines Systems aus diversen Rohren auch eine Luft- und Rauchregelung erlaubt. Die vollständige Nutzung dieser Vorteile erfordert aber zunächst ein wenig Erfahrung in der Anwendung von Smokern.

Direktes Grillen

Beim direkten Grillen befindet sich das Grillgut direkt oberhalb der Glut und wird daher vor allem von unten der Hitze ausgesetzt. Durch das regelmäßige Wenden werden schließlich alle Teile gleichmäßig gegart. Es handelt sich um die einfachste Art und Weise zu grillen und benötigt keine zusätzlichen Hilfsmittel.

Indirektes Grillen

 

Im Gegensatz zum direkten Grillen bekommt das Grillgut die Hitze beim indirekten Grillen von allen Seiten gleichzeitig ab. Es erfordert daher einen Deckel zum Verschließen des Grills, der gewährleistet, dass sich die Temperatur gleichmäßig verteilt. Im Idealfall besitzt der Grill zusätzlich mit Glut befüllte Seitenwände. Sollte dies nicht vorhanden sein, tut es auch ein in Alufolie gewickelter Ziegelstein.

Barbecuen

Das Barbecuen ist eine typisch amerikanische Grillart und verzichtet auf den Einsatz zu großer Hitze. Dies sorgt dafür, dass das Fleisch besonders saftig und zart bleibt. Aufgrund der niedrigeren Temperatur dauert das Barbecuen allerdings auch länger, als andere Grillarten. Es muss daher auch mehr Zeit für die Vorbereitung eingeplant werden, was bedeutet, dass für abendliche Grillpartys bereits am frühen Morgen mit dem Grillen begonnen werden sollte. In den Vereinigten Staaten werden beim Barbecuen unter anderem Schweineschultern, Ochsenbrüste oder auch ganze Tiere im Smoker zubereitet. 

 

Räuchern

Ähnlich wie das Barbecuen greift auch das (Heiß-)Räuchern auf eine geringe Hitze zurück. Bei rund 50-85 Grad werden dem Grillgut direkt Rauch und oftmals auch Gewürze und Kräuter zugeführt. Das Räuchern bietet sich für jene Fleischsorten, die sich nicht zum Barbecuen eignen, sowie für Fisch an.

 

Spartipps beim Grillen

Ein beträchtlicher Teil des Einsparungspotenzials beim Grillen liegt - bei der Verwendung eines Kohlegrills - bei der Anschaffung der Kohle. So sollten beim Kauf im Supermarkt alle verfügbaren Varianten geprüft und nicht sofort bei Aktionsflächen zugegriffen werden. Zusätzlich sollte der jeweilige Kohlesack vor dem Kauf geschüttelt werden. Die Kohle muss leicht klirrend klingen und die einzelnen Stücke dürfen nicht zu klein sein. Eine Mischung aus langanhaltenden Briketts und sich schnell erhitzender Kohle verhindert zusätzlich das Nachlegen bei länger andauernden Grillfeiern.

 

Zu beachten ist außerdem die kühle und trockene Lagerung von Kohle, damit sie auch in der nächsten Grillsaison noch verwendet werden kann. Elektrische Energie kann gespart werden, wenn zum Anheizen des Kohlegrills kein Föhn, sondern beispielsweise ein Blasebalg herangezogen wird. Bei der Verwendung von Elektrogrills lässt sich Energie sparen, indem bereits vor dem Ende des Garungsprozesses des Grillguts der Grill ausgeschaltet und lediglich die Restwärme zum Fertiggrillen verwendet wird. Beim Gasgrill kann vor allem die flexible Hitzeregulierung für ein energiesparendes Grillen verwendet werden. In allen Fällen gilt, dass ein geschlossener Deckel die Hitze im Inneren des Grills hält und keine zusätzliche Energiezufuhr notwendig ist.

 

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